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Modul Adressvalidierung

Das Modul „Adressvalidierung“ prüft die Anschrift des Kunden (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und Land) über den Dienst Address-Validator. Nicht existierende Anschriften wie „Teststraße 1, 99999 Teststadt“ werden abgelehnt. Findet der Dienst die Anschrift mit abweichenden Angaben, etwa einem früheren Gemeindenamen, schlägt er die richtige Schreibweise vor. Hat der Kunde eine abweichende Lieferadresse angegeben, wird auch diese geprüft.

Geprüft wird an zwei Stellen:

  • Bei der Eingabe: Sobald der Kunde ein Adressfeld verlässt, prüft der Shop die Anschrift und zeigt das Ergebnis direkt unter dem Land an. Das gilt in der Kasse, im EinSeitenCheckout, im SmartCheckout, im Kundenprofil und bei der Registrierung.
  • Beim Absenden der Bestellung: Dabei entscheidet der Shop, ob die Bestellung weiterläuft oder abgewiesen wird. Diese Prüfung findet bei jedem Absenden statt, auch wenn der Kunde dieselbe Anschrift erneut abschickt.

Voraussetzungen

  • Ein API-Schlüssel des Dienstes Address-Validator (früher address-validator.net). Die Prüfungen sind kostenpflichtig; die Konditionen und ein eventuelles Freikontingent entnehmen Sie der Seite des Anbieters.

Einrichten

  1. Öffnen Sie wpShopGermany → Konfiguration → Module und aktivieren Sie in der Gruppe „Sonstiges“ das Modul Adressvalidierung.
  2. Tragen Sie Ihren Schlüssel im Feld API-Key ein. Über Schlüssel anfordern gelangen Sie zur Registrierung beim Anbieter.
  3. Prüfen Sie den Schlüssel mit API-Key testen. Der Test funktioniert auch vor dem Speichern und verbraucht beim Anbieter ein Guthaben.
  4. Speichern Sie die Einstellungen.
Einstellung Beschreibung
API-Key Schlüssel des Dienstes. Ohne Schlüssel prüft das Modul nichts und schickt keine Anschrift an den Anbieter.
API-Key testen Schickt eine Testanfrage mit dem eingetragenen Schlüssel und zeigt das Ergebnis: gültig, ungültig bzw. Guthaben aufgebraucht, Anfragelimit erreicht oder Dienst nicht erreichbar.
Verdächtige Adressen Was geschieht, wenn der Dienst die Anschrift findet, aber einzelne Angaben abweichen. Nur Hinweis mit Adressvorschlag anzeigen: Die Bestellung läuft weiter, der Kunde sieht die vorgeschlagene Schreibweise. Bestellung abweisen: Der Kunde muss die Anschrift korrigieren. Ungültige Anschriften werden immer abgewiesen. Voreinstellung bei neu eingerichteten Shops ist „Nur Hinweis …“, in Shops, die den Dienst schon mit gespeichertem API-Key nutzen, „Bestellung abweisen“. Prüfen Sie die Einstellung nach einem Update.
Anfragen je Besucher (10 Minuten) So viele Anfragen darf die Prüfung bei der Eingabe je IP-Adresse innerhalb von 10 Minuten stellen. Standard: 30, 0 = keine Begrenzung.
Anfragen je Tag (ganzer Shop) So viele Anfragen darf die Prüfung bei der Eingabe an einem Tag für den ganzen Shop stellen. Standard: 200, das reicht für etwa 70 bis 100 Bestellvorgänge am Tag. 0 = keine Begrenzung.

Verwendung im Shop

Ungültige Anschrift

Stuft der Dienst die Anschrift als ungültig ein, erscheint die Meldung „Bitte die Kundenadresse (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort und Land kontrollieren (Adressvalidation)“ bzw. dieselbe Meldung für die Lieferadresse. Die Adressfelder werden markiert, und der Kunde kann seine Angaben korrigieren.

Fehlermeldung der Adressvalidierung im Checkout

Verdächtige Anschrift mit Vorschlag

Findet der Dienst die Anschrift mit abweichenden Angaben, zeigt der Shop unter dem Land den Vorschlag, z. B. „Vorschlag: Siedlungsring 97A, 06636 Laucha an der Unstrut“. Angaben, die von der Eingabe abweichen, sind fett. Mit Vorschlag übernehmen trägt der Kunde Straße, Hausnummer, PLZ und Ort in die Felder ein.

Je nach Einstellung Verdächtige Adressen läuft die Bestellung danach mit einem Hinweis weiter oder wird abgewiesen, bis der Kunde die Anschrift korrigiert. Die Meldung nach dem Absenden nennt den Vorschlag ebenfalls („Der Adressdienst schlägt vor: …“).

Ohne Prüfung

In diesen Fällen läuft die Bestellung ohne Prüfung der Anschrift weiter:

  • Es ist kein API-Key eingetragen.
  • Es ist kein Land gewählt. Das fehlende Land meldet die Prüfung der Pflichtfelder.
  • Der Dienst antwortet nicht oder meldet einen Fehler, etwa einen ungültigen Schlüssel oder ein aufgebrauchtes Guthaben.

Die Begrenzungen Anfragen je Besucher und Anfragen je Tag gelten nur für die Prüfung bei der Eingabe. Ist eine erreicht, prüft der Shop die Anschrift erst beim Absenden. Beim Absenden wird immer geprüft.

Zwischenspeicher

Das Ergebnis einer Prüfung speichert der Shop 24 Stunden lang. Prüft der Kunde dieselbe Anschrift erneut, etwa beim Absenden nach der Prüfung bei der Eingabe, kommt das Ergebnis aus dem Zwischenspeicher und verbraucht kein weiteres Guthaben. Solche Anfragen zählen auch nicht zu den Begrenzungen.

Systemprüfung

Die Systemprüfung unter wpShopGermany → Über → Systemcheck weist auf folgende Fälle hin:

Meldung Bedeutung
Kein API-Key eingetragen (Warnung) Das Modul ist aktiv, prüft aber nichts.
API-Key ungültig oder Guthaben aufgebraucht (Fehler) Seit dem genannten Zeitpunkt werden Bestellungen ohne Prüfung angenommen. Prüfen Sie den Schlüssel bzw. laden Sie Guthaben auf.
Sonstiger Fehler des Dienstes (Warnung) Der Dienst hat zuletzt einen Fehler gemeldet, z. B. sein eigenes Anfragelimit.
Tageslimit erreicht (Warnung) Die Prüfung bei der Eingabe hat heute die Anfragen je Tag erreicht. Bis morgen prüft der Shop erst beim Absenden.

Die Meldungen zu Fehlern des Dienstes verschwinden, sobald der Dienst wieder ein Ergebnis liefert. Ins PHP-Fehlerprotokoll schreibt das Modul einen Fehler des Dienstes nur beim ersten Auftreten.

Datenschutz

Für die Prüfung übermittelt der Shop Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und Land der Kunden- bzw. Lieferadresse an den Anbieter Byteplant (Address-Validator). Name, E-Mail-Adresse und andere Angaben des Kunden werden nicht übermittelt. Die Anfrage geht verschlüsselt (HTTPS) an den Anbieter, der API-Key bleibt auf Ihrem Server und erscheint nicht im Quelltext der Seiten.

Das Ergebnis der Prüfung speichert der Shop mit dem Adressvorschlag des Dienstes bis zu 24 Stunden in der WordPress-Datenbank (Transients in der Tabelle wp_options). Für die Begrenzung je Besucher speichert er außerdem 10 Minuten lang einen Hashwert der IP-Adresse mit der Anzahl der Anfragen.

Nennen Sie in Ihrer Datenschutzerklärung den Anbieter, den Zweck (Prüfung der Anschrift, um Fehlzustellungen zu vermeiden) und die übermittelten Daten. Ob Sie mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung schließen müssen, klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung.