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Modul AmazonPay

Mit AmazonPay bezahlen Ihre Kunden mit ihrem Amazon-Konto. Das Modul nutzt Amazon Pay Checkout v2: Der Kunde meldet sich bei Amazon an, wählt dort Anschrift und Zahlungsmittel (z. B. Kreditkarte) und bestätigt die Zahlung. Der Shop zieht den Betrag sofort ein und verbucht die Zahlung. E-Mail-Adresse, Rechnungs- und Lieferanschrift übernimmt der Shop auf Wunsch aus dem Amazon-Konto.

Voraussetzungen

  1. AmazonPay-Händlerkonto (zur Registrierung)
  2. Zugang zur Seller Central für AmazonPay: Melden Sie sich über die Anmeldung für Amazon-Pay-Händler an, sie führt direkt in den Bereich für AmazonPay.
  3. Gültiges SSL-Zertifikat auf Ihrem Server: Amazon leitet nur auf HTTPS-Adressen zurück.
  4. Der Shop rechnet in Euro (Währungscode „EUR“).

API-Schlüssel in der Seller Central erzeugen

  1. Melden Sie sich über pay.amazon.de/signin an. Landen Sie in einem anderen Bereich der Seller Central, wechseln Sie oben in den Bereich für AmazonPay.
  2. Öffnen Sie Integration → Integration Central. Dort finden Sie Händler-ID (Merchant ID) und Client-ID/Store-ID. Das daneben angezeigte Client Secret brauchen Sie nicht.
  3. Erzeugen Sie einen API-Schlüssel. Amazon zeigt die Public Key ID an und stellt den privaten Schlüssel als .pem-Datei zum Herunterladen bereit. Bewahren Sie die Datei sicher auf, Amazon zeigt sie nur einmal an.

Sandbox (Testbetrieb) und Live-System haben eigene Schlüssel. Aktuelle Public Key IDs beginnen mit SANDBOX- oder LIVE-. Im Shop hinterlegen Sie beide Sätze getrennt und schalten zwischen ihnen um.

Seller Central: Wechsel in den Bereich AmazonPay

Einrichten

Öffnen Sie wpShopGermany → Konfiguration → Module und aktivieren Sie in der Gruppe „Zahlungsarten“ das Modul AmazonPay. Die Einstellungen sind in Kästen gegliedert.

Umgebung

Einstellung Beschreibung
Aktive Umgebung Live-System oder Sandbox (Testbetrieb). Neue Zahlungen laufen über die Zugangsdaten dieser Umgebung. In der Sandbox werden keine echten Zahlungen ausgeführt, die Systemprüfung im Backend warnt dann.

Beide Sätze Zugangsdaten bleiben beim Umschalten erhalten. Jede Bestellung merkt sich die Umgebung ihrer Zahlung: Status und Erstattung fragt der Shop auch nach dem Umschalten in dieser Umgebung ab. Die Bestellansicht kennzeichnet Zahlungen aus der Sandbox.

Zahlungsart im Shop

Einstellung Beschreibung
Zahlungsart für neue Bestellungen aktiv Nur wenn aktiv, steht AmazonPay bei neuen Bestellungen zur Auswahl.
Name der Zahlungsart Erscheint im Frontend und in den E-Mails an den Kunden. Standard: „AmazonPay“.
Hinweistext Wird dem Kunden bei der Auswahl der Zahlungsart als Erklärung angezeigt.
Gebühr/Rabatt Gebühr oder Rabatt für diese Zahlungsart, als Betrag oder in Prozent.
Mehrwertsteuersatz Steuersatz für eine eventuelle Gebühr.

Zugangsdaten Live-System und Zugangsdaten Sandbox (Testbetrieb)

Für jede Umgebung gibt es einen eigenen Kasten. Er zeigt oben den Zustand der Anbindung, der bei jedem Speichern für beide Umgebungen neu geprüft wird:

Anzeige Bedeutung
Verbindung „Keine vollständigen Zugangsdaten hinterlegt“, „Noch nicht geprüft, bitte speichern“, „Verbindung erfolgreich“ oder „Anmeldung fehlgeschlagen“ mit der Meldung von Amazon; „aktiv“ kennzeichnet die aktive Umgebung.
Privater Schlüssel „Hinterlegt“ oder „Fehlt“.
Zuletzt geprüft Zeitpunkt der letzten Prüfung.

Bei der Prüfung legt der Shop eine Checkout Session bei Amazon an. Sie ist nach 24 Stunden verfallen und verursacht keine Kosten. Dabei prüft Amazon Public Key ID, privaten Schlüssel und Client-ID/Store-ID und meldet zurück, ob die Zugangsdaten zur Sandbox oder zum Live-System gehören. Die Händler-ID kommt in der Schnittstelle nicht vor. Der Shop prüft nur ihr Format; eine falsche, aber gültig aussehende Händler-ID fällt erst auf, wenn der Button „Amazon Pay“ angezeigt wird.

Passt das Präfix der Public Key ID nicht zur Umgebung (z. B. LIVE- bei der Sandbox), weist der Kasten darauf hin.

Einstellung Beschreibung
Händler-ID (Merchant ID) Ihre Händler-ID aus der Seller Central.
Client-ID/Store-ID Die Client-ID/Store-ID aus der Integration Central, beginnt mit amzn1.application-oa2-client.. Das Client Secret wird nicht benötigt, die Anfragen signiert der private Schlüssel.
Public Key ID Die ID des API-Schlüssels.
Privater Schlüssel (.pem Datei) Laden Sie hier die .pem-Datei der Umgebung hoch. Der Shop prüft sie und legt sie im geschützten Upload-Verzeichnis ab. Eine neue Datei ersetzt die bisherige derselben Umgebung.

Fehlt in der aktiven Umgebung eine dieser Angaben, bietet der Shop AmazonPay nicht an und die Systemprüfung meldet einen Fehler.

Zahlungsablauf

Einstellung Beschreibung
Button im Warenkorb anzeigen Zeigt den Button „Amazon Pay“ im Warenkorb (siehe unten). Standard: aktiv.
Zahlung nach dem Bestellabschluss direkt starten Nach „Zahlungspflichtig bestellen“ startet die Zahlung auf der Bestellabschlussseite von selbst: Hat sich der Kunde im Warenkorb angemeldet, geht es direkt zur Bestätigung zu Amazon; hat er AmazonPay erst im Checkout gewählt, öffnet sich die Anmeldung bei Amazon wie nach einem Klick auf den Button. Die Zahlung startet je Bestellung nur einmal von selbst, nach einem Abbruch oder einer Ablehnung klickt der Kunde selbst. Ohne die Option klickt er auf „Jetzt mit AmazonPay bezahlen“ bzw. den Button. Standard: aktiv.
Farbe des Buttons Gold (Standard), Hellgrau oder Dunkelgrau.
Betreff (Auf Abrechnungen für Verkäufer sichtbar) Betreff zur Zuordnung der Zahlung. Platzhalter der Bestellung und des Kunden sind möglich, Standard: O%order_id% - K%kunde_id%. Amazon übernimmt davon höchstens 16 Zeichen.

Zahlungsbenachrichtigungen (IPN)

Über die IPN URL meldet Amazon Änderungen an Zahlungen und Erstattungen, z. B. wenn ein Betrag erst später eingezogen wird oder eine Erstattung abgeschlossen ist. Tragen Sie die URL in der Seller Central unter Integration → Integration Central → IPN-Einstellungen ein. Sie muss per HTTPS mit gültigem Zertifikat erreichbar sein.

Der Shop verwendet aus einer Benachrichtigung nur die Kennung der Zahlung und fragt den Status selbst bei Amazon ab.

Erstattung bei Statuswechsel

Wechselt eine mit AmazonPay bezahlte Bestellung in einen der markierten Status, erstattet der Shop den Betrag automatisch über Amazon Pay. Standard: „Zurückgezahlt“ und „Storniert“.

Verwendung im Shop

  • Im Warenkorb erscheint der Button „Amazon Pay“. Der Kunde meldet sich bei Amazon an und wählt Anschrift und Zahlungsmittel. Danach übernimmt der Shop E-Mail-Adresse, Rechnungsanschrift und – mit dem Modul Lieferadresse – eine abweichende Lieferanschrift. Bereits eingegebene Kundendaten werden nicht überschrieben. Ohne das Modul „Lieferadresse“ übernimmt der Shop die Lieferanschrift als Anschrift der Bestellung. Anschließend geht es im Checkout weiter, bis die Bestellung abgeschickt ist.
  • Nach dem Absenden der Bestellung bestätigt der Kunde die Zahlung bei Amazon. Mit „Zahlung nach dem Bestellabschluss direkt starten“ geht es automatisch weiter, sonst über den Link „Jetzt mit AmazonPay bezahlen“.
  • Ohne Button im Warenkorb wählt der Kunde AmazonPay im Checkout. Auf der Bestellabschlussseite erscheint dann der Button „Amazon Pay“ mit dem Betrag der Bestellung, der Kunde bestätigt die Zahlung direkt bei Amazon. Mit „Zahlung nach dem Bestellabschluss direkt starten“ öffnet sich Amazon von selbst. Denselben Weg bietet der Zahlungslink in der Bestellmail.
  • Ist der Betrag eingezogen, setzt der Shop die Bestellung automatisch auf „Zahlung akzeptiert“. Lehnt Amazon die Zahlung ab, kann der Kunde es erneut versuchen oder eine andere Zahlungsart wählen.

Bestellverwaltung

In der Bestellansicht zeigt das Modul unter der Zahlungsart den Status der Zahlung, die Amazon-Referenznummer, Charge ID und Checkout Session ID.

  • Status Aktualisieren fragt den Status der Zahlung und einer Erstattung bei Amazon ab.
  • Erstatten erstattet den eingezogenen Betrag über Amazon Pay. Danach erscheinen Refund ID und Erstattungsstatus. Eine abgelehnte Erstattung kann wiederholt werden.

Alle Antworten von Amazon werden im Bestellprotokoll gespeichert. Bestellungen, die noch mit der früheren Anbindung (Login and Pay mit MWS) bezahlt wurden, zeigt die Bestellansicht weiterhin an. Erstatten Sie diese bitte in der Seller Central.

Umstellung von früheren Versionen

Frühere Anbindung (MWS, Login with Amazon)

Frühere Versionen kannten nur einen Satz Zugangsdaten mit der Option „Sandbox Modus“. Gehörte er zur Sandbox, übernimmt der Shop ihn samt Schlüssel einmalig in die Zugangsdaten der Sandbox.

Amazon Pay Checkout v2 braucht neue Zugangsdaten. MWS Access Key und die App „Login with Amazon“ werden nicht mehr verwendet, auch JavaScript Origin und Händler-URL entfallen. Solange Store ID, Public Key ID oder privater Schlüssel fehlen, weisen die Einstellungen darauf hin und AmazonPay wird im Shop nicht angeboten. Erzeugen Sie wie oben beschrieben einen API-Schlüssel und tragen Sie die Daten ein. Name, Hinweistext, Betreff und Gebühr bleiben erhalten.

Modul „AmazonPay V2“

Das frühere Modul „AmazonPay V2“ ist im Modul AmazonPay aufgegangen. War es eingeschaltet, zeigt das Backend den Hinweis „Das Modul "AmazonPay V2" ist im Modul "AmazonPay" aufgegangen …“ mit der Schaltfläche Jetzt migrieren. Die Migration

  • übernimmt Zugangsdaten und Schlüssel in die Umgebung, für die „AmazonPay V2“ eingerichtet war, außerdem die aktive Umgebung, Name, Hinweistext, Betreff, Gebühr und Mehrwertsteuersatz,
  • stellt die Bestellungen auf die Zahlungsart AmazonPay um und übernimmt ihre Zahlungsdaten, damit Status und Erstattung weiter funktionieren,
  • schaltet AmazonPay ein und „AmazonPay V2“ aus.

Der private Schlüssel lag bereits im selben Verzeichnis und bleibt gültig. Für die Migration braucht das Modul AmazonPay eine Lizenz im Update-Zugang.