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Bounce-Verarbeitung

Nur in den Editionen Pro und Enterprise

Newsletter → Konfiguration → Module → Bounce-Verarbeitung für die Einstellungen, Newsletter → Bounce für die Liste.

Holt unzustellbare Mails über POP3 aus einem Postfach ab, ordnet sie Abonnenten zu und nimmt diese aus dem Verteiler.

Die Einstellungen des Bounce-Moduls


Warum Sie das brauchen, sobald die Liste wächst

Jede Adresse, an die nicht zugestellt werden kann, ist ein Signal an den Mailserver des Empfängers — und zwar ein schlechtes. Wer weiter an tote Adressen sendet, verliert Zustellbarkeit für alle anderen mit.

Eine Liste, die nie bereinigt wird, landet nach ein, zwei Jahren zuverlässig im Spam.


Vorbereitung: wohin die Rückläufer gehen

Rückläufer gehen an Ihre Absenderadresse. Das Plugin setzt sie als Rücksendeadresse der Mail; ein eigenes Feld dafür gibt es nicht.

Daraus folgt, welches Postfach Sie hier eintragen müssen: das der Absenderadresse aus Absender und Betreff — oder eines, in das diese Adresse weiterleitet.

Zwei Wege, die beide funktionieren:

Weg So geht es
Ein eigenes Postfach für den Newsletter Absender newsletter@ihre-domain.test, und genau dieses Postfach tragen Sie unten ein
Weiterleitung Absender bleibt Ihre gewohnte Adresse, Ihr Hoster leitet eine Kopie nach bounce@ihre-domain.test. Dieses Postfach tragen Sie ein

Das Modul löscht Mails aus diesem Postfach

Je nach Einstellung räumt es auf, und es liest alles, was dort liegt. Wenn Ihre Absenderadresse auch die ist, unter der Ihnen Leute antworten, stellen Sie Bounce-Mails aus Postfach löschen auf Keine — oder nehmen Sie den Weg mit der Weiterleitung.

Prüfen Sie es einmal nach

Schicken Sie einen Testnewsletter an eine Adresse, die es nicht gibt — etwa gibtesnicht@ihre-domain.test. Sehen Sie dann nach, in welchem Postfach die Rückmeldung landet. Das ist das Postfach, das hier einzutragen ist.


Die Einstellungen

Feld
POP3-Host Der Rechnername, etwa mail.ihr-hoster.test
POP3-Port Üblich 110, verschlüsselt 995
POP3-Username Meistens die vollständige Mailadresse
POP3-Passwort Wird verschlüsselt abgelegt. Das Feld bleibt leer, wenn eines gespeichert ist
Bounce-Mails pro Seite Länge der Liste im Backend
Bounce-Mails aus Postfach löschen Keine, Jede Bounce-Mail, Jede Bounce-Mail, die einem Abonnenten zugeordnet wurde
Zugeordnete Abonnenten Nichts tun, nur protokollieren, Auf Inaktiv setzen, Direkt löschen
Bounce-Mails täglich verarbeiten Der Abruf läuft dann im Cron mit

Postfach jetzt prüfen holt sofort ab — der Weg, um die Zugangsdaten zu testen. Speichern Sie zuerst.

Verschlüsselt verbinden

Es gibt kein Auswahlfeld für die Verschlüsselung. Wer ssl:// vor den Rechnernamen schreibt und Port 995 setzt, bekommt eine verschlüsselte Verbindung:

Host: ssl://mail.ihr-hoster.test
Port: 995

Nehmen Sie das, wenn Ihr Hoster es anbietet. Über Port 110 gehen Postfachname und Kennwort im Klartext über die Leitung.

Was wir empfehlen

Einstellung Empfehlung
Aus dem Postfach löschen Jede Bounce-Mail, die einem Abonnenten zugeordnet wurde. Was nicht zugeordnet werden konnte, bleibt liegen — und Sie können nachsehen, warum
Zugeordnete Abonnenten Auf Inaktiv setzen. Nicht löschen: Ein gelöschter Eintrag kann beim nächsten Import wieder auftauchen, ein inaktiver ist der Beleg
Täglich verarbeiten Ein. Sonst müssen Sie daran denken

„Direkt löschen“ ist endgültig

Mit dem Abonnenten gehen seine Gruppen, sein Einwilligungsprotokoll, seine Versandzeilen und seine Klicks. Und ein einzelner Rückläufer heißt nicht, dass die Adresse tot ist — ein volles Postfach ist auch ein Bounce.


Die Liste

Newsletter → Bounce. Je Zeile eine zurückgekommene Mail:

Spalte
E-Mail Die Adresse, bei der die Zustellung scheiterte
Betreff Der Betreff der Rückmeldung
Newsletter Um welchen es ging — oder Unbekannt
Datum

Anzeigen klappt Kopfzeilen und Text der Rückmeldung auf. Dort steht, warum die Mail nicht ankam: „Mailbox full", „User unknown", „Message rejected as spam".

Lesen Sie diese Texte gelegentlich

Sie sind die einzige Stelle, an der Ihnen jemand sagt, was mit Ihrer Zustellbarkeit los ist. Häufen sich Meldungen über Spam-Einstufung, ist das ein Problem Ihrer Absenderdomain und nicht der Adressen.

Über die Massenaktionen lassen sich Mails löschen und Abonnenten auf inaktiv setzen.

Bei einem Abonnenten stehen seine Bounces ausserdem in seiner Maske, und bei einem Newsletter in dessen Maske.


Was das Modul nicht kann

Es unterscheidet nicht zwischen hart und weich. „User unknown" (endgültig) und „Mailbox full" (vorübergehend) werden gleich behandelt. Sehen Sie deshalb in die Liste, bevor Sie „Direkt löschen" einstellen.

Es liest nur POP3. Kein IMAP. Praktisch ist das selten ein Problem — für ein reines Rückläuferpostfach genügt POP3.


Was in Ihre Datenschutzerklärung muss

Hier gibt es tatsächlich etwas zu ergänzen. Das Modul speichert zu jeder unzustellbaren Mail:

  • die E-Mail-Adresse, bei der die Zustellung scheiterte,
  • den Betreff der Rückmeldung,
  • die vollständigen Kopfzeilen — darin stehen Rechnernamen und IP-Adressen der beteiligten Mailserver,
  • den Text der Rückmeldung,
  • Zeitpunkt und den Newsletter, um den es ging.

Ein Textvorschlag:

Kommt eine Newsletter-Mail als unzustellbar zurück, speichern wir die Empfängeradresse, den Betreff, den Zeitpunkt sowie die technischen Kopfzeilen und den Text der Rückmeldung. Wir verwenden diese Angaben ausschließlich, um dauerhaft nicht erreichbare Adressen aus dem Verteiler zu nehmen.

Die IP-Adressen in den Kopfzeilen bleiben — und zwar bewusst

Das Plugin speichert sonst nirgends IP-Adressen. Hier sind es die Adressen der Mailserver, über die die Rückmeldung gelaufen ist, nicht die eines Besuchers — und sie sind das Einzige, woran sich ablesen lässt, warum eine Mail nicht ankam.

Das Modul nennt es unter Newsletter → Konfiguration → Datenerhebung ausdrücklich beim Namen, statt es hinter „Kopfzeilen der Rückmeldung" zu verstecken.

Aufbewahrung. Das Modul räumt nicht von selbst auf. Wird ein Abonnent gelöscht, gehen seine Bounce-Einträge mit; steht die Einstellung auf „Abonnent löschen", bleibt gar kein Eintrag übrig. Sonst sehen Sie gelegentlich selbst nach.


Wenn der Abruf nicht funktioniert

Meldung Ursache
Verbindung scheitert Host oder Port falsch, oder Ihr Hoster sperrt ausgehende Verbindungen auf diesen Port
Anmeldung scheitert Postfachname oder Kennwort. Meistens ist der Name die vollständige Adresse
Verbindet, findet aber nichts Das Postfach ist leer — oder die Rückläufer gehen woanders hin. Prüfen Sie, welche Adresse Ihr Mailserver in den Return-Path schreibt

Das Modul war bis 1.1.4 funktionsunfähig

Unter PHP 8 brach jeder Abruf ab — und zwar so, dass der ganze Cronlauf stehenblieb, nicht nur das Modul. Grund war eine mitgelieferte Bibliothek von 2010.

Seit 2.0 benutzt das Modul die POP3-Klasse, die WordPress selbst mitbringt. Wenn Sie das Modul in der Vergangenheit einmal abgeschaltet haben, weil es nicht ging: Probieren Sie es noch einmal.